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Locked-in by Google

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For several years now WhatsApp is spreading on the smart phones of my contacts. Of course my friends are asking me to install the software as well. But I hate using a proprietary service if there are open alternatives. This open and comprehensive alternative was and is Jabber respectively XMPP (two names for the same thing).

But this is nothing more then a protocol. Especially nothing anybody could use. What a Jabber user needs is software and a service provider. Until now my recommendation for both was Google Talk. The software perfectly integrated and pre-installed on every Android phone. An easy to use user interface, comprehensible to John Doe. Nothing made for freaks by nerds. And as an operator Google provided a rock solid service.

That was a smasher: you could get everything well co-ordinated from Google, you could chat with users of other providers, and you could even operate our own server if you wanted to. Real class!

With my denial of using a closed system and my continuing referral to free alternatives, I brought several contacts to Google Talk.

Google Talk gets Hangouts

At the I/O 2013­–Google's annual developers conference–"Talk" has become "Hangouts". A reasonable move. The last years Google had started several communication products, that had not work well with each other. Besides "Google Talk" there was "Google Voice", "Google+ Messenger", the previous "Hangouts", and some time they even had "Google Wave". For a user it was confusing to have different products to do essentially the same: communicate with their contacts. You could have your contacts multiple times: in Talk, in Google+, and so on. Before you started to chat, you had to decide which application to use this time. Thus I am completely fine to integrate everything into one product. Using a communications product must be easy and clear.

But actually there was another thing that happened at the same time: Google decided to close their platform. Until now Google users where able to communicate with users of other providers. Nikhyl Singhal, director product management real time communications at Google expressed it (starting 5:07 in the video below): "Hangouts is not based on top of the XMPP standard. […] We have essentially made a hard decision to focus less on the XMPP standard and more on what are users looking for." Well maybe that sounds good, but with regards to content it is dreck.

As I said XMPP is a protocol and nothing the user is working with. Users care about the experience, the interface, and the fun. Where is the conflict? Why not concentrate on all the things a user cares and still building this based on top of XMPP? XMPP is the "eXtensible Messaging and Presence Protocol". The key word here is "extensible". There is really no problem to create all the nice things Google wants to deliver using XMPP.

In my opinion the actual reason of Google to close their platform is something else: Google wants to look users onto their services. It is not wanted anymore, that users may communicate with users of other providers. Google wants these other people to have an account at Google as well.

This is very similar to another shut down of a Google service next month: Google Reader. This as well is a product, that allows Google users to subscribe to and read feeds from third party services. Google closes this service supposedly in the hope, that former Reader users start using Google+ instead. (No need to mention, that on Google+ you can only subscribe to content of other Google+ users.)

What now?

The reason why I used Talk instead of other messengers has fallen away. I do not want to be caged in the service of a single provider. My formally Google hosted Jabber address m@tthias.eu is now hosted on a free server again. I am stilly also reachable using the same address on the Google Hangouts platform. But probably this will stop sooner or later.Until then I am looking for a user friendly Jabber application for Android, that I able to work well with mobile internet connections. Who knows, maybe the application is already there, I just do not know it yet. After Google announced the shut down of Reader I also was surprised to find Feedly. Some software that already did exist and feels better than what I used before. Recommendations are always welcome.

And what's about WhatsApp? If Google is not better anymore, will I start supporting what "everyone else already uses"? No, I do not think so.

Further reading

Eingesperrt von Google

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Seit einigen Jahre macht sich WhatsApp auf den Smartphones meiner Kontakte breit. Natürlich werde ich von meinen Bekannten auch immer wieder aufgefordert das Programm doch zu installieren. Ich wollte das nie. Mir war es zuwider mich auf einen proprietären Dienst einzulassen wenn es offene Alternativen gibt. Diese offene und Anbieter übergreifende Alternative war und ist Jabber bzw. XMPP (zwei Namen für das gleiche).

Nun ist dies erst einmal aber nur ein Protokoll und damit nichts was man nutzen könnte. Was ein Jabber-Nutzer braucht ist ein Programm und Diensteanbieter. Hierfür war meine Empfehlung bisher Google Talk. Als Programm super integriert und vorinstalliert auf jedem Android-Telefon. Eine einfach zu bedienende Oberfläche, die auch für einen „Normalmenschen“ verständlich ist. Nichts was von Freaks für Freaks gemacht ist. Als Anbieter stand Google mit einem super stabilen Dienst dahinter.

Bisher eine tolle Sache: einerseits konnte man komplett abgestimmt alles aus einer Hand bekommen, andererseits konnte man mit Nutzern bei anderen Anbietern chatten und wenn man wollte sogar einen eigenen Server installieren. Echt klasse!

Mit meiner Weigerung ein geschlossenes Messaging zu nutzen und meinem andauernden Hinweis auf die freie Alternative habe ich auch einige Freunde und Bekannte zu Google Talk gebraucht.

Aus Google Talk wird Hangouts

Zur diesjährigen Konferenz Google I/O wurde „Talk“ nun zu „Hangouts“. Ein soweit vernünftiger Schritt. Google hat in den letzten Jahre mehrere miteinander nicht wirklich sinnvoll verzahnte Kommunikationsdienste gestartet. Neben „Google Talk“ gab es „Google Voice“, „Google+ Messenger“ die bisherigen „Hangouts“ und eine Zeit lang sogar „Google Wave“. Für einen Nutzer hat es keinen Sinn gemacht das gleiche über verschiedene Produkte machen zu können. Auch für mich war es verwirrend einen Kontakt mehrfach online zu sehen: mal als Talk-Kontakt, dann als Google+-Kontakt und als was weiß ich noch. Wieso sollte ich bevor ich mit jemandem chatten oder (video)telefonieren wollte erst überlegen in welchem Programm ich das mache? Ich habe also überhaupt nichts dagegen einzuwenden, dass hier aufgeräumt wurde und die verschiedenen Kommunikationswege unter eine Haube mit dem Namen „Google Hangouts“ gebracht werden. – Im Gegenteil: das ist eine prima Sache. Die Nutzung eines Kommunikationsdienstes muss einfach und übersichtlich sein.

Tatsächlich passiert ist aber gleichzeitig noch etwas viel weitreichenderes: Google hat beschlossen die eigenen Nutzer ihrer Plattform nicht mehr mit Nutzern anderer Anbieter kommunizieren zu lassen. Nikhyl Singhal, Direktor Produktmanagement für Echtzeitkommunikation bei Google drückt das (ab 5:07 in unten stehendem Video) so aus: „Hangouts is not based on top of the XMPP standard. […] We have essentially made a hard decision to focus less on the XMPP standard and more on what are users looking for.“ (Hangouts baut nicht auf den XMPP-Standard auf. Wir haben im Wesentlichen die schwere Entscheidung getroffen uns weniger nach dem XMPP-Standard zu richten und mehr danach was Nutzer suchen.“) Nun das klingt vielleicht gut, ist inhaltlich aber Mist.

Wie oben schon erwähnt ist XMPP ein Protokoll und nichts was Nutzer direkt nutzen. Nach was die Nutzer schauen ist das Nutzungserlebnis, die Oberfläche und der Funfaktor eines Dienstes. Wo liegt da der Widerspruch? Wieso sollte man wenn man sich hierauf konzentriert darunter nicht XMPP benutzen? XMPP ist das „eXtensible Messaging and Presence Protocol“ (erweiterbares Protokoll für Nachrichtenvermittlung und Präsenz). Das Schlüsselwort hierbei ist extensible bzw. erweiterbar. Es ist gar kein Problem in XMPP all die schönen Dinge zu tun, die Google mit Hangouts machen möchte.

Ich denke, der Grund wieso Google die eigene Plattform gegen außen abschottet ist auch ein ganz anderer: der Nutzer soll an Google gebunden werden. Man möchte es einfach nicht mehr, dass auch mit Kontakten bei anderen Anbietern die Kommunikation möglich ist. Man möchte, dass diese Kontakte auch zu Google kommen müssen.

Das ganze ist ähnlich wie die Einstellung von Google Reader nächsten Monat. Auch dies war ein offener Standard über den ein Google-Nutzer Nachrichtenfeeds von anderen Anbietern abonnieren und lesen konnte. Auch dieser Dienst wird eingestellt, da man es lieber sieht, dass der Nutzer sich seine Nachrichtenfeeds über die geschlossene Platform „Google+“ bezieht.

Was nun?

Für mich ist der Grund wieso ich Talk anstatt anderer Messenger benutzt habe weggefallen. Ich will nicht in den Dienst eines Providers eingesperrt sein. Meine bisher bei Google gehostete Jabber-Adresse m@tthias.eu läuft seit gestern wieder auf einem freien Server. Noch bin ich unter der gleichen Adresse auch bei Google Talk/Hangouts erreichbar. Aber vermutlich wird dies über kurz oder lang ein Ende haben. Bis dahin bin ich noch auf der Suche nach einem benutzerfreundlichen und gut mit Mobilfunkverbindungen klarkommenden Jabber-Programm für Android. Wer weiß, vielleicht gibt es das ja schon und ich kenne es nur noch nicht. Nach der Ankündigung, dass Google Reader eingestellt wurde, war ich auch überrascht welche tolle Alternative ich in Feedly finden konnte. Empfehlungen nehme ich gerne entgegen.

Und WhatsApp? Wenn Google nicht mehr besser ist, werde ich nun auch das unterstützen „was alle eh schon haben“? Nein, ich denke nicht.

Weitere Infos in folgenden Artkeln:

Die Cloud und ich … was das Aus von Google Reader für mich bedeutet.

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Schon länger habe ich eine zwiespältige Einstellung gegenüber „der Cloud“. Manche würden wohl sogar sagen, das hätte ich schon immer gehabt. Allerdings meine ich, dass ich „die Cloud“ bis vor etwa zwei Jahren eher ganz abgelehnt habe. (Unter „Cloud“ verstehe ich jetzt nur das Ablegen auf Servern von fremden Anbietern, insbesondere solchen bei denen ich nichts dafür zahle.)

Wie ich angefangen habe „die Cloud“ zu nutzen

Eine gewisse Akzeptanz für „die Cloud“ habe ich mit meinem Android-Telefon gewonnen. Wahrscheinlich gar nicht weil es besser war, aber es war wunderbar bequem Kontakte und Kalender bei Google abzulegen. Zuvor hatte ich hierfür vor allem SyncML benutzt, das auf meinem eigenen Server installiert war.

Mit der Zeit kamen weitere Dienste von Google dazu, die ich genutzt habe: Google Plus, Google News, Google Reader, Google Talk, Blogger und ja sogar Google Analytics.

Versuche Dienste wieder verstärkt auf meinem eigenen Server zu hosten

Ein gewisses Unbehagen meine Daten anderen anzuvertrauen, die irgendwie versuchen müssen damit Geld zu machen hatte ich auf jeden Fall aber. Seit vielleicht einem halben Jahr versuche ich deswegen beispielsweise wieder von Blogger weg zu kommen und eine Weblogging-Software auf meinem eigenen Server zu betreiben. Standard hierfür ist wohl WordPress. Allerdings ist dies in PHP geschrieben und der Server auf dem ich meine Sites laufen habe hat keine PHP-Runtime. Ich möchte eigentlich etwas in Java, weil ich damit sehr gute Erfahrungen habe was Beständigkeit, Administrierbarkeit und Skalierbarkeit habe. Ich arbeite deswegen mit Apache Roller. Testweise habe ich auch ein Blog darauf laufen und schon ein paar Bugreports (ROL-1958ROL-1956ROL-1955ROL-1952) abgegeben. So richtig rund ist die Sache für mich aber noch nicht: es fehlt mir die Möglichkeit mit sehr vielen Clients auf unterschiedlichen Plattformen darauf zugreifen zu können. Und ein hübsches Theme muss ich mir auch erst selbst basteln.

Noch schlimmer: ich habe mir vor ein paar Tagen sogar noch ein neues Blog bei Blogger angelegt und Inhalte einer bestehenden Website darauf konvertiert. Der Hintergrund ist, dass ich von meinem nächsten Segelurlaub aus per Android-Tablett offline Texte erstellen und dann wenn ich wieder Internet habe posten können möchte. Mit Blogger kein Problem, für Roller dagegen habe ich keinen passenden Client gefunden.

Google Reader wird eingestellt

Heute nun logge ich mich wie jeden Morgen in Google Reader ein um nachzusehen was sich in den von mir gelesenen Blogs so getan hat. Sofort poppt eine Nachricht von Google auf, dass Reader zum 1. Juli 2013 einstellt. Wirklich überraschend kam das zwar nicht. Gerechnet hatte ich irgendwie schon damit. Trotzdem hat mir das bewusst gemacht, wie sehr ich mich doch schon von solchen Produkten abhängig gemacht habe. Wie soll ich mir sicher sein, dass beim nächsten Mal nicht Blogger oder Talk abgeschaltet wird?

Konsequenzen für mich

Eines ist klar: ich will wieder mehr darauf achten meine Daten selbst auf meinem eigenen Server zu haben. Klar ist mir aber auch, dass ich nicht für jeden „Cloud“-Dienst sofort einen funktionierenden Ersatz habe. Ich habe für mich deswegen die folgenden Regeln aufgestellt:

  1. es ist okay einen Dienst in „der Cloud“ erst mal auszuprobieren und zu nutzen,
  2. „die Cloud“ ist prima damit ich mir anschauen kann was man so machen kann und ich mir nicht für alles sofort selbst eine Software installieren muss,
  3. aber wenn ein Dienst für mich beginnt wichtiger zu werden (oder besser noch davor), dann muss ich mir eine Alternative suchen, die ich selbst betreiben kann,
  4. ein „Cloud“-Dienst ist keine Dauerlösung für eine meiner Problemstellungen,
  5. eine Funktion aus mehreren Diensten zusammen zu setzen ist besser als ein Dienst, der alles integriert (ich kann die einzelnen Komponenten dann auch einzeln durch etwas bei mir ersetzen),
  6. einen Dienst für den ich angemessen bezahle ist besser als etwas werbefinanziertes (ich/meine Daten sind nicht die Ware, die verkauft wird, sondern ich bin der Kunde),
  7. meine Technologiewahlen sollen berücksichtigen, dass andere mit mir interagieren können, ohne dass sie auf einen speziellen Dienst angewiesen sind (z.B. RSS-Schnittstelle statt Google+/Facebook, XMPP statt ICQ/WhatsApp/Skype) und
  8. alles läuft auf Adressen (Domains), die mir gehören und die ich auch mit etwas anderem bestücken kann (z.B. keine Freemail-Adressen für E-Mail).

Nachtrag 20. März 2013, 13:51

Ähnliches Thema, interessanter Artikel:

„Nochmal: ‚Dein’ Facebook gehört dir nicht!” von Dr. Kerstin Hoffmann

http://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/2013/03/19/nochmal-dein-facebook-gehort-dir-nicht/

Site schnellstens aus Google entfernen: alles außer robots.txt sperren

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Diese Woche bekomme ich einen Anruf von einem Bekannten: er entwickelt gerade eine Website für einen Kunden. Und obwohl die Seite noch nicht fertig ist, taucht sie schon im Suchindex von Google auf. Er hatte vergessen die Seite während der Entwicklung mit einem Passwortschutz zu versehen. Er fragte mich, ob ich eine Idee habe, wie er dieses Versäumnis so schnell als möglich korrigieren könne.

Wir sind nun gemeinsam ein paar Möglichkeiten durchgegangen das Problem zu beheben:

  • Site jetzt mit Passwortschutz versehen: es kommt zwar niemand mehr auf die Seite, allerdings ist sie noch in Google (und vermutlich anderen Suchmaschinen) gelistet,
  • robots.txt auf die Seite laden, die allen Suchmaschinen sagt, dass die Site nicht gelistet werden möchte: wer die Adresse kennt kommt trotzdem noch darauf oder
  • manuell über die Google Webmaster-Tools die Löschung beantragen: allerdings hatte Google schon über 10.000 Treffer auf der Site.

Alle drei Einzelmaßnahmen alleine reichen nicht aus. Wir haben uns entschlossen, dass alles drei in Kombination sinnvoll ist. Eine kleine Herausforderung war nun den Webserver so zu konfigurieren, dass alle Seiten der Site grundsätzlich mit einem Passwortschutz versehen waren, als einziges der Zugriff auf die Datei robots.txt jedoch ohne Passwort möglich war. Meistens wird ein Passwortschutz ja über einen Eintrag wie "require valid-user" in einer .htaccess-Datei eingerichtet. In diesem Fall hätte ein solcher Schutz allerdings ins Root-Verzeichnis der Domain gelegt werden müssen und die robots.txt wäre dann auch nicht mehr abrufbar gewesen.

Lösen lässt sich dieses Problem mit der <LocationMatch>-Einstellung von Apache und einem kleinen regulären Ausdruck:

<LocationMatch "^/(?!robots\.txt).|robots\.txt.+$">
    require valid-user
    AuthType Basic
    AuthUserFile /etc/apache2/users/.htuser
    AuthName Devel-Area
</LocationMatch>

Eingetragen kann dies allerdings nicht in eine .htaccess-Datei werden. <LocationMatch> ist in einer solchen Datei nicht zulässig. Der Eintrag muss in den vhost-Eintrag der Apache-Konfiguration gemacht werden (unter Debian: /etc/apache2/sites-available/*).

Auf diesem Weg konnten wir den Zugriff auf die Seite sofort sperren und trotzdem den Suchmaschinen ermöglichen die Datei robots.txt zu lesen. Da diese Datei von Suchmaschinen häufig angefragt wird und wir darin die komplette Indizierung der Site gesperrt haben, waren so auch die Einträge in Google auch innerhalb von ein paar Stunden wieder Vergangenheit.


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